Steady Ups- Soul of the city

selten hat mich eine band so begeistert. Gute texte und musikalisch einfach der hammer.
die erste platte ist gerade bei jump up veröffentlicht worden. Insgesamt 21 songs, die euch süchtig machen werden. Keine sorge, die band ist fleißig und arbeitet schon am nächsten album.
andrew hat sich etwas zeit genommen und stellt uns „soul of the city“ vor.

redstar73: sag doch mal gerade wer du bist und was du machst.

andrew: mein name ist andrew bauer, ich spiele gitarre in einer rocksteady/ reggae band namens steady ups. Die band ist aus sacramento in californien. Uns gibt es seit über 10 jahren. Ich selbst bin jetzt schon über 5 jahre dabei.

redstar73: come to tell the world

andrew: das erste lied, “come to tell the world”, ist ein deejay song über den riddim von delroy wilsons “this is make me wonder”. Wir haben den song als instrumental schon einen weile gespielt, als ich die idée hatte, den song als eine art deejay einleitung für unser album zu nehmen. Ich fragte kenny, was er von der idee hält, und er fand sie super.

redstar73: better days

andrew: „better days“ ist ein überarbeitetes stück von den filibusters. Tony Perez, genauso wie kenny, hat bei den filibusters mitgespielt und sang auch dieses lied für sie. Wir haben die gitarren melodie, und ich denke auch die bläser übernommen, aber die bass-melodie haben wir verändert. Tony singt darüber, dass seine mutter ihm den rat gab, das zu tun, was er im leben machen will.

redstar73: wir kommen jetzt zu einem meiner lieblingslieder. You amaze me.

andrew: ist auch eins von meinen. „you amaze me“ ist das debüt von shannan Robertson als lead-sängerin . der song ist die gleiche aufnahme wie bei der split-platte mit den speakeasies, aber diesmal mit percussions. Mike bruce hat die bass line und kenny den text geschrieben.
redstar73: dann mal das nächste.

andrew: „live forever“ ist eins der wenigen lieder, welches vor meiner zeit aufgenommen wurde. Kenny hat wohl das lied geschrieben.

redstar73: die bläser sind nicht mehr dabei, oder?

andrew: ja, bei der aufnahme sind die bläser noch dabei, aber sie spielen nicht mehr mit uns seit anfang 2000.

redstar73: read my lips

andrew: read my lips“ hat viele versionen in den jahre durchlaufen, von der ersten aufnahme auf dem „girls go ska“ sampler von simmerdown, über unser tape, was wir 1996 veröffentlicht haben, zu der heutigen version, die auf dem album ist. Ursprünglich hat jen dicarlos den song gesungen, auch der text stammt von ihr. Entweder tyler pope oder mike bruce schrieb die musik. Tatiana sang bei den beiden ersten aufnahmen, und dann hat lesley bruce die version für das album eingesungen.

redstar73: living in sin

andrew: Hier kommen wir zum ersten stück, das von mir stammt. "living in sin" habe ich damals für die dynamos geschrieben. Eine band, die ich versucht haben zwischen 97-99 auf die beine zustellen. Der song handelt von einem mädchen, was ich sehr gerne hatte, aber es gab viele gründe, nichts mit ihr anzufangen. Sie hat nie erfahren, daß ich das Lied für sie geschrieben habe.
ich werde versuchen die dynamos fortzusetzen mit verschiedenen musikern. Im moment plane ich nach new york zu fliegen, um dort im Inner Heights Studio ein album aufzunehmen. Am schlagzeug habe ich phil Wartell von den Hotter Fire (früher bei den Radiation Kings, Stubborn All-Stars und the Bluebeats), scott palmer von Hotter Fire und EST (früher bei den radiation kings und stubborn all stars) am keyboard, brett tubin von Hotter Fire ( früher Speakeasies) an der gitarre und victor rice am bass. Verschiedene sänger nehme ich später auf.

redstar73: gun you down

andrew: “gun you down” ist ein sing-along song gegen unterdrückung und daß wir was dagegen machen müssen. Kenny hat den text über den berühmten „throw me corn“ riddim geschrieben.

redstar73: was meint ihr mit unterdrückung? Durch den staat?

andrew: genau, rassistische, durch die regierung oder soziale. Alle.

redstar73: okay, soulless devices.

andrew: ein weiterer song mit texten von Kenny, aber ich denke tyler hat die musik geschrieben. In „soulless devices“ singt kenny darüber, wie er versucht in einem korrupten system zu überleben. Der folgende dub track ist abgemischt worden von dr. echo, unserem alten drummer.

redstar73: ihr habt die songs ineinander gemischt.

andrew: es waren zwei stücke, wobei der dub-song zuerst aufgenommen wurde. Ich hab die dann zusammengemischt beim mastern.

redstar73: ist der nächsten song, „no need to worry“, nicht ein cover-song?

andrew: soweit ich weiß, ist es keine cover-version. Kenny hat den text geschrieben und erwähnt darin „train to glory“, aber ansonsten ist es sein text.
die bass-line und gitarren melodie wurde von mike bruce und mir geschrieben.

redstar73: jetzt kommt der song mit king django. War es einfach ihn zu überreden mit zumachen?

andrew: django und ich sind schon seit jahren freunde, und wir hatten in der vergangenheit schon verschiedene pläne etwas zusammenzumachen, aber bis jetzt hatte es nie geklappt. Ich schickte ihm „mr. Swindle“ und er hat den gesang und die mundharmonika innerhalb kürzester zeit aufgenommen.

redstar73: gibt es pläne für weiter features?

andrew: wie suchen immer sängerInnen. Es ist ein sehr spannender prozess mit verschiedenen leuten zusammenzuarbeiten. in der vergangenheit haben wir mit chris murray und mike mowry songs aufgenommen, und wir reden mit vielen anderen, um neue sachen zu machen. Unsere Mentalität war immer die einer Backing-band und wir denken, das reflektiert auch unser Album. Wir haben sechs verschiedene lead-sänger auf „soul of the city“.

redstar73: why, why, why

andrew: bei “why, why, why” habe ich ehrlich gesagt keine ahnung. Ich denke der text ist von Kenny und tony, da beide hier singen. Ich schätze von mike bruce oder tyler kommt die musik. Tony singt hauptsächlich "Why do things have to be the way they are?" "Why can't we take control of the situation?".

redstar73: viele ska bands singen fast nur über partys, bier und frauen. Ihr scheint euch sehr mit sozialen themen auseinander zusetzen. Gibt’s dafür einen grund?

andrew: Kenny hat vieles durchgemacht und gesehen. Seine erfahrungen als schwarzer in der punk rock und hc szene hat sicherlich viel zu seinen texten beigetragen. Keiner von uns kommt aus einer wohlhabenden familie und wir haben alle mit alltagsproblemen zu kämpfen. Das ist auch eine sache, die ich bei den steady ups immer klasse fand.
Heutzutage scheint sich das geändert zu haben innerhalb der ska scene, inhaltlich geht es mehr in die richtung von sozialen themen. Aber wie ich nur ein fan der band war, ’97-99, gab es nur wenige bands, die solche texte hatten und dadurch hatte ich noch mehr achtung vor den steady ups.

redstar73: i never wanted to hurt you

andrew: “I never wanted to hurt you” ist ein simples liebeslied. Lesley schrieb den text über ein stück von mir. Leider nicht auf dem album ist eine version von Mike mowry, er schrieb den text um und nannte das lied „bakunin’s eyes, nach den berühmten mikhail bakunin.

redstar73: bygones

andrew: „bygones“ ist eins von meinen eigenen favouriten. Kenny schrieb mal wieder den text und er singt über Verzeihen und die nötige Geduld haben. Und er verweist wieder auf ein altes lied, diesmal symparips „skinhead moonstomp“.

redstar73: habt ihr so was wie ein subkulturellen hintergrund?

andrew: wir sind definitiv eine skinhead band und das waren wir von anfang an. Kenny und beide mikes sind skins, und ich war einer. Und unsere neuer drummer ist auch einer. Die band hat immer schon skinhead reggae gespielt, neben rocksteady.

redstar73: long way to go

andrew: “long way to go” ist auch so ein lied, wo ich nicht genau weiß, wer das lied geschrieben hat. vermutlich war es Mike Bruce oder Tyler wieder. Kennys text erzählt uns, das wir als gesellschaft einen langen weg zu gehen haben, bevor wir die freiheit erreichen.

redstar73: darlin’

andrew: rlin’“ hat uns früher nie gefallen. Das schlagzeug und keyboard waren für den beabsichtigten vibe falsch. Mit unserem zweiten schlagzeuger und keyboarder haben wir den richtigen ton gefunden. Keine ahnung ob tyler oder mike bruce den song geschrieben haben, aber kenny hat wieder den text gemacht. Kenny erzählt einem mädchen, was er an ihr mag in diesem lied.

redstar73: ist „shake your loose“ nicht ein altes lied von euch?

andrew: in der tat. „shake your loose“ war auf dem steady beat sampler „west coast chronicles, volume 1“ und unserem tape. Natürlich haben wir auf dem album einen andere version. Kenny versucht sich diesmal von einem mädchen zu trennen, mit dem er nicht mehr zusammen sein möchte.

redstar73: undone ist ein altes dynamos lied, richtig?

andrew: ja, „undone“ habe ich zuerst für die dynamos geschrieben und aufgenommen. Diese lied liegt mir sehr am herzen. Ich habe es auf dem jfk flughafen in new york geschrieben. Nachdem mich die frau, die ich liebte, unerwartet aus unserer wohnung geworfen hat. Vielleicht mein persönlicher tiefpunkt im leben.
Ein paar tage später habe ich Mike Bruce getroffen und das erstemal die Steady Ups gesehen. Und mein Leben ging weiter.

redstar73: dann mal weiter zu „melany“

andrew: melany ist ein großartiges lied. Hat einer unser alten sänger, mike diaz, geschrieben. Im moment singt er in einer band namens red tyger church textlich geht um die liebe, die über jahre hält.
im intro erwähnen wir symarips „must catch a train“.

redstar73: das nächste bitte

andrew: „this life makes me wonder“ ist die instrumental version von „come to the world. Delroy Wilson cover.

redstar73: letztes lied!!

andrew: der text von „mir swindel“ stammt von kenny. Der song basiert auf den ganzen jamaikanischen gerichts-songs. Es gibt zwei unterschiedliche basslines in diesem Lied, die Hauptmelodie hat Mike Bruce und ich die zweite geschrieben

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Barcelona Street Art 2011 - ?

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